Rechtschreibreform … oops …

Ja ja, geahnt haben es die meisten, die Schlaubis haben es trotzdem durchgedrückt: Die „neue“ Rechtschreibreform ist faktisch gescheitert. Dieser Fortschritt, wenn man es denn so nennen möchte, ist nicht produktiv gewesen und half den Schülern so gar nicht.

Fakt: Durchschnittlich sind die Fehlerquoten in einem Diktat von 4 auf 7 Fehlern gestiegen, welches mal eben schlappe 75% Steigerung sind.  Failed !

Ich würde noch einen drauflegen wollen, denn auch die Lautschrift ist für mich ein schlichtes Unding. Aber wie soll man unbeleerbahren Leerern und Kultuzminnisteerien ühberzoigen, die die scheibar Waißhait innhalliert haben.

Mir tun die Menschen leid, die Bachelor- und Masterarbeiten prüfen müssen und immer wieder auf Grenzen ihrer Geduld stoßen und ich freue mich, dass zumindest die Springer-Presse diese sprachlich kulturellen Veränderungen immer ignoriert und daraus auch keinen Hehl gemacht hat.

Blödsinn bleibt eben Blödsinn.

Ach ja, den geschundenen Druckern beschafft dies vielleicht neue Aufträge, wobei es abzuwarten gilt, ob man in den Ministerien diese Fehler eingestehen kann und will.

Zumindest das Lektorat hat eine Zukunft erhalten. Wenigstens eine wirkungsvolle Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

P.S. Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.

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13 Gedanken zu “Rechtschreibreform … oops …

  1. Das das mit Lautdschriffdt nich so guht isst, lieckd doch ainfach nur anner Regiohn, wo mann lept.Rainess Hohchdeutsch wirt inn diesa Regiohn hia eh nich geschprochän. Da isst dass doch mit diesa Laudschriffdt fiehl fiehl bessa. Kein Wunder, wenn die kleinen Helden am Ende nicht schreiben können.

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  2. Ich hatte gerade einen Lehrer zu Besuch und wir haben uns auch über diese Mitteilung unterhalten, dass die Schüler so schlecht abschneiden. Mein Besuch erzählte mir, dass er nur drei Diktate in einem halben Jahr schreiben kann, sonst kommt er mit dem geforderten Stoff nicht durch. Die Lehrpläne sind katastophal.
    Ich bin auch oft überfragt mit der Rechtschreibung (abgesehen von meinen Flüchtigkeitsfehlern die sich ab und an einschleichen 😉 ), oft ist ja beides richtig die alte und die neue Rechtschreibung. Das ist doch auch keine Alternative. Jedenfalls kann man den Kindern keine Schuld geben, denn sie haben zu wenig Grammatikstunden. In den ersten beiden Schuljahren, können sie schreiben wie sie wollen. Und das bekommen die Lehrer später nicht mehr raus. Ich finde man sollte von Anfang an auf eine richtige Rechtschreibung achten. Aber mich fragt ja keiner. 😉
    Gruß Piri

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    1. Genau. Das gewöhnliche „Volk“ hat ja kein Gefühl füt nötige Veränderungen und schon gar keine Ahnung.

      Hauptsache, die Klassen fahren zum Skifahren in die Berge oder nach Nizza. Den Bildungsauftrag muss man mir dazu aber noch erklären.

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  3. Mit der Lautschrift wird einem Lernenden in meinen Augen überhaupt kein Gefallen getan. Es prägt sich dabei zu viel Falsches zu fest ein. Ich bin auch nicht der Überzeugung, dass:
    a) ein ABC-Schütze dadurch ein besseres Gefühl für Wortbildung und vor allem Laute und Schreibweise bekommt,
    b) einem Kind durch relativ unkommentierte Ausprobiererei mehr Freude entsteht und
    c) dieser rein angenommene Mehrenthusiasmus den Punkt (zwei Jahre später) überlebt, an dem diesem Kind erklärt wird, dass es jetzt bitte schön mit dem wilden Blödsinn aufhören möge und die Kritik samt geballtem Neuerlernen (nun in viel kürzerer Zeit) auf einmal einsetzt.

    Über die gesamte Schulzeit hinweg müsste allerdings (rein theoretisch) viel mehr wieder korrigiert werden können – wenn Fach und Thematik denn Priorität im Lehrplan eingeräumt würde! Nur erstens hat damit offenbar niemand gerechnet und zweitens ist der sowieso dermaßen vollgepfropft, dass Rechtschreibung und Grammatik, genauso wie Ausdruck (und Stilbildung) chronisch vernachlässigt werden. Es fehlt schlicht die Zeit.

    Wer nicht selbst von Haus aus ein Gernleser ist, ist dadurch ziemlich arm dran. Der holt es nur schwer auf. Wir werden auch mehr und mehr ein Volk der nicht selbst Schreibenden, d. h. per Hand Niederschreibenden. VIeles bleibt erst dadurch wirklich im Gedächtnis haften, dass man es einmal Buchstabe für Buchstabe auf Papier gebracht hat. Nicht nur per Taste eines elektronischen Geräts …

    LG Michèle

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    1. Liebe Michèle,

      jeder, der so wie du argumentiert hatte, war ein ewig Gestriger und wurde als reformverschlossen niederargumentiert.

      Schäm Dich ! 🙂

      P.S. Ich bin 100% deiner Meinung, aber ich bin ja auch kain Leerär.

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      1. Ach du, ich könnte mir vorstellen, dass viele Lehrer sich auch etwas anderes wünschen … Und glaub‘ mir, ich selbst bin nicht einmal ein kompletter Ablehner jeglicher Rechtschreibreform. Wenn sie vereinheitlicht und vereinfacht …
        Meine Verschlossenheit bezieht sich auf Ändern um des Änderns willen, auf Halbgares, das überhaupt nicht erleichternd wirkt, auf alles, was wieder neue Sonderfälle und Ausnahmen mit sich bringt.

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